"Bilde dich selbst, und dann wirke auf andere durch das, was du bist." WILHELM VON HUMBOLDT
"Es geht immer um Schuld", pflegte mein Kirchenführer zu sagen, wenn er über Gespräche in der Offenen Kirche berichtete. Selbst wenn jemand im Gefängnis war und seine Strafe verbüßt hatte, blieb die Schuld. Woher soll die Vergebung kommen? - Und auch in den Thrillern, die ich manchmal lese, triumphiert die Aufklärung am Ende über fast alle Verbrechen, nur die Schuld kann nicht bereinigt werden. Und das Schuldbewusstsein beginnt ein eigenes Leben und zerstört nachhaltig die Fähigkeit, Glück zu empfinden.
Wir denken: Für die Aufhebung der Schuld braucht es eine religiöse Perspektive. Lange Zeit war es sehr verbreitet, sich über den Beichtstuhl und die katholische Beichtpraxis lustig zu machen oder darüber zornig zu werden, dass die Beichte Schuld wegbrachte, ohne dass sie gesühnt werden musste. Inzwischen ist es aber eher so, dass sich in der Gesellschaft eine gewisse Ratlosigkeit verbreitet. Wie sieht die Praxis der Beichte in unseren beiden Kirchen aus? Wie kann die Kirche der vagabundierenden Schuld in unserer Kultur begegnen? Diese Fragen bedenkt unser 3. Ökumenisches Gespräch. Wahrscheinlich werden Sie uns pandemiebedingt nur im Netz zusehen können. Das geht dann auf unserem YouTube-Kanal und erstmals auch auf Facebook.
Fon 0365 830 35 62
projektOEKA@kath-kirche-gera.de
Personalstelle gefördert vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken e.V.
Referenten: Dekan Betram Wolf und Dr. Frank Hiddemann
Wann? 04.03.2021 ab 19:00 Uhr
Wo? Gera, Fliesenschön, Weinbergstraße 4 UND digital
Nach der Anmeldung erhalten Sie den Link zur Teilnahme online.